Haarkur selber machen

Haarkur selber machen

Haarkur selber machen

Unsere Haare werden täglich verschiedensten Strapazen ausgesetzt. Um sie trotzdem gesund und glänzend aussehen zu lassen, benötigt es einer besonderen Pflege. Hierfür ist eine Haarkur besonders geeignet: Sie sorgt dafür, dass die Haare geschmeidig bleiben und besser zu kämmen sind – die Haare sehen länger „wie frisch gewaschen“ aus. Viele Anbieter auf dem Markt verkaufen bereits Haarkuren für jeden Haartyp mit den verschiedensten Düften und Wirkstoffen. Diese zaubern zwar meistens ein tolles Ergebnis, doch sind sie oft auch teuer.Möchtest Du nicht so viel Geld für eine tolle Haarkur ausgeben? Weißt du gerne ganz genau, was in deinen Beauty-Produkten enthalten ist und machst gerne Sachen selbst zu Hause? Dann bist du bei uns genau richtig! Wir zeigen Dir, wie Du ganz schnell Deine eigene Haarkur selber machen kannst. Du kannst sie perfekt auf die Bedürfnisse Deiner Haare abstimmen und weißt genau welche Inhaltsstoffe enthalten sind.

Die Vorteile Deiner Do-It-Yourself Haarkur

Am Markt gibt es unzählige Haarpflegeprodukte, doch kann man auch ganz einfach selber eine natürliche Haarkur herstellen. Auch wenn es etwas Zeit in Anspruch nimmt – Du wirst schnell merken, dass es sich lohnt, denn die Vorteile überwiegen:

  • Deine selbstgemachte Haarkur beinhaltet keine Schadstoffe (wie zum Beispiel Silikon, das in vielen Pflegeprodukten für die Haare enthalten ist – leider schadet es den Haaren oft mehr als es hilft)
  • Du verwendest nur frische und natürliche Zutaten für Deine Haarkur und kannst so die Zutaten weglassen, auf die Du allergisch reagierst oder die Du einfach nicht so gerne auf Deinem Kopf haben möchtest
  • die Zutaten kannst du auf die individuellen Bedürfnisse Deiner Haare abstimmen, um so das bestmöglichste Ergebnis zu erzielen
  • für ein noch bessere Ergebnis, kannst du Deine Haarkur bedenkenlos auch über Nacht einwirken lassen
  • durch die natürlichen Zutaten schonst du die Umwelt
  • Deine Haarkur ist günstiger in der Herstellung als alle auf dem Markt erhältlichen Produkte – die meisten Zutaten dürftest Du bereits zu Hause im Regal oder Kühlschrank stehen haben

Deine Haarkur selber machen

Alls erstes solltest Du dir über die Bedürfnisse Deiner Haare Gedanken machen.

Sind Deine Haare eher trocken, fettig oder sind sie vielleicht ein bisschen von beidem (am Ansatz etwas fettig, aber die Spitzen bleiben eher trocken)? Sind sie durch Färben oder Blondieren geschädigt? Verwendest du öfter ein Glätteisen oder einen Lockenstab und sind Deine Haare dadurch etwas strapaziert? Ist Deine Kopfhaut gereizt oder bist Du auf einige Stoffe allergisch? Leidest Du an Schuppen?

Hier findest du eine Liste der besten Zutaten für den jeweiligen Haartyp. Diese Zutaten kannst Du jeweils zu Deiner eigenen Haarkur vermischen, um Deinen Haaren die beste Pflege zu geben. Keine Sorge – Du musst nicht alle Zutaten auf einmal verwenden. Am besten Du benutzt eine der Zutaten als flüssige oder cremige Basis und mischt dazu ein paar der anderen Zutaten. Die Konsistenz Deiner Haarkur liegt ganz bei Dir: Möchtest Du sie etwas flüssiger, kannst Du deine Zutaten jederzeit mit etwas Wasser oder oder Milch mischen. Möchtest du lieber eine etwas dickere Konsistenz, die sich leichter in den Haaren verteilen lässt, kannst du deine Masse mit Honig, Öl oder Quark etwas verdicken.

Trockene Haare und trockene Spitzen:

Hast Du trockene Haare und Spitzen, ist es besonders wichtig Deinen Haaren Feuchtigkeit zu geben und diese Feuchtigkeit in den Haaren zu halten. Dafür sind am besten: jegliche Öle, wie Aloe Vera, Olivenöl, Sonnenblumenöl, Walnussöl, Kokosöl, Mandelöl, Aprikosenöl, Kletterwurzelöl, Arganöl (Marokkanisches Gold), ätherische Öle (z.B. Ylang-Ylang-Öl) oder auch Sahne und Sheabutter.

Haarkur selber machen: Rezept für Trockene Haare

Zutaten:

  • 1 reife Avocado
  • 2 EL Aloe Vera Öl, Olivenöl oder ähnliches
  • 1 EL Zitronensaft

Zubereitung: Das Fruchtfleisch der Avocado zerdrucken oder pürieren, zwei Esslöffel Öl Deiner Wahl hinzugeben und anschließend einen spritzer Zitronensaft hinzugeben.

Anwendung: In die Längen einmassieren, mindestens 30 Minuten einwirken lassen. Anschließend mit einem milden Shampoo auswaschen.

Strapaziertes Haar:

Bei strapaziertem Haar, ist es ebenfalls wichtig deinem Haar Feuchtigkeit zu spenden und diese im Haar zu halten. Folgende Zutaten, sorgen dafür, dass die Feuchtigkeit und Pflege in Deinen Haaren eingeschlossen wird und Deine Haarstruktur geglättet wird. Dadurch erhalten Deine Haare einen tollen Glanz und wirken sehr gesund: Avocado, Naturjoghurt, Honig, Ei (besonders das Eigelb), Lavendel-Öl, Distel-Öl, Jojoba-Öl (dieses am besten vor der Haarwäsche etwas einwirken lassen).

Haarkur selber machen: Rezept für Strapaziertes Haar

Zutaten:

  • 1 Löffel flüssiger Honig
  • 200 ml Wasser
  • 1 EL Essig

Zubereitung: Alle Zutaten miteinander verrühren.

Anwendung: In die gewaschenen Haare und die Kopfhaut einmassieren, mindestens 30 Minuten einwirken lassen. Anschließend mit einem milden Shampoo auswaschen.

Fettiges Haar:

Bei fettigem Haar, muss dafür gesorgt werden, dass deinen Haaren das Fett entzogen wird und deine Kopfhaut nicht so schnell nachfettet. Das erreichst du am besten mit: Zitrone (Hast du dunkle Haare? Dann verwende am besten Apfelessig statt Zitronensaft, denn dieser kann pur oder in Verbindung mit Sonne etwas bleichend wirken.), Magerquark, Buttermilch, Bier, Essig, Mango, Meersalz.

Extra für blonde Haare:

Damit Deine blonden Haare wieder an Leuchtkraft gewinnen, benutzt Du am besten Kamille oder Rosmarin. Dazu ist es am besten, Du kochst einen Liter Wasser auf und lässt jeweils 3 Beutel Kamillen- oder Rosmarintee darin etwa 10 Minuten ziehen. Achte darauf, dass der Tee nichtmehr zu heiß ist. Am besten ist, wenn Du den lauwarmen Tee über Deine Haare gießt, einmassierst und nicht ausspülst.

Geheimtipp: eine Thymian-Tee-Spülung fördert den Haarwuchs.

Extra für dunkle Haare:

Für dunkle Haare eigenen sich am besten Espresso, Back-Kakao oder Schwarzer Tee. Massiere den abgekühlten Tee oder Espresso und optional den darin oder in Wasser aufgelösten Kakao in Deine Haare ein und lasse die Mixtur eine halbe Stunde einwirken. Danach nur noch gründlich ausspülen und Deine Haare erstrahlen mit neuer Leuchtkraft. Eine Haarkur mit schwarzem Tee muss nicht ausgespült werden.

gereizte Kopfhaut:

Bei gereizter Kopfhaut verzichtest Du am besten auf Essig und Zitrone, um Deine Kopfhaut nicht noch extra zu strapazieren. Ansonsten kannst Du alle anderen Zutaten verwenden. Am besten mischt Du noch etwas Brenneseln zu deinen Mixtur, dieser wirkt beruhigend und bringt Abhilfe gegen juckende Kopfhaut.

Alle Zutaten, die Du nicht im normalen Supermarkt oder in der Drogerie findest, kannst du in der Apotheke, in einem Reformhaus oder manchmal auch im Asia-Geschäft um die Ecke finden.

Haarkur selber machen – Tipps & Tricks

Hier findet Ihr noch ein paar Tipps, wie Du die einzelnen Zutaten anwenden kannst!

Brennesel-Spülung für gereizte Kopfhaut:

Gegen juckende und gereizte Kopfhaut hilft eine Spülung aus Brennesel. Dazu gießt Du die Brennesel mit 1/4 Liter warmen Apfelessig auf und lässt sie 15 Minuten ziehen. Danach kannst Du deine Haare damit übergießen und die Mixtur in Deine Kopfhaut einmassieren. Diese Haarkur musst Du nicht ausspülen.

Meersalz-Kur für fettige Haare: 

Verrühre ein Esslöffel Meersalz und zwei Gläser Wasser in einer Schüssel, bis sich das Meersalz etwas aufgelöst hat (Am besten verwendest Du feines gemahlenes statt grobem Meersalz, da sich dieses besser auflöst!). Wenn Du kein Meersalz zu Hause hast, kannst Du notfalls auch normales Salz verwenden. Die Haarkur kannst Du dann ins gewaschene feuchte Haar einmassieren und nach 15 Minuten Einwirkzeit gründlich ausspülen.

Olivenöl Haarkur für trockene Haare und splissige Spitzen:

Für diese Haarkur mischt Du 2 Esslöffel Olivenöl mit 1 Teelöffel Honig. Gib dazu einen Schuss Sahne und ein Eigelb. Wenn Du alles zu einer Masse vermischt hast, kannst Du die Mixtur in Deinen trockenen oder feuchten Haare verteilen und Deine Haare in Frischhaltefolie oder Alufolie einpacken. Deine Haare müssen vorher nicht unbedingt gewaschen sein.  Damit alles besser hält, kannst du auch eine alte Mütze darüber ziehen. So kannst Du die Kur mindestens eine halbe Stunde oder – besser noch – über Nacht einwirken lassen. Danach spülst Du die Kur gründlich aus und wäscht Deine Haare. Sieht lustig aus – wirkt aber wahre Wunder!

Eine Haarkur solltest Du am besten einmal pro Woche anwenden.

Und jetzt wünschen wir Dir viel Glück beim Haarkur selber machen!